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Zur aktuellen Quartiersuche für Flüchtlinge in unserem Landkreis erhielten wir ein Schreiben des Landratsamtes Main-Spessart mit folgendem Inhalt:

Die große Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern, die Deutschland zurzeit erreicht, stellt uns alle vor Herausforderungen, auch im Landkreis Main-Spessart. Nach der Erfassung in den Erstaufnahmeeinrichtungen sollen Asylbewerber spätestens nach drei Monaten in so genannte Anschlussunterkünfte weitergeleitet werden. Das können von der Regierung unmittelbar betriebene Gemeinschaftsunterkünfte sein. Als Anschlussunterkünfte dienen allerdings ebenfalls von uns für den Freistaat Bayern angemietete Häuser, Wohnungen, Pensionen, Gasthäuser. Denk-Tabus gibt es zunächst nicht, dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.
 
Wir suchen zur Miete kurzfristig Unterkünfte, die Familien, aber auch volljährige Alleinstehende (in der Regel Männer) aufnehmen können und selbstverständlich den gesetzlichen Bestimmungen gerecht werden, also namentlich dem Brandschutz. Die Mietdauer wäre 1 bis 4 Jahre. Derzeit gilt das Prinzip der Selbstversorgung der Bewohner, das heißt: sie kochen selbst, waschen selbst…
 
Sollten wir den Bedarf an Anschlussunterkünften nicht decken können, müssten die Flüchtlinge länger in Notunterkünften bleiben und stünden diese nicht für die später ankommenden Flüchtlinge zur Verfügung. Absolute Notlösungen sind dann Zelte oder eine verstärkte Belegung von Turn- und Sporthallen.
 
Im Namen von Herrn Landrat Schiebel wendet sich das Landratsamt an uns, es in den Bemühungen möglichst zu unterstützen:

Gesucht werden leer stehende, aber nutzbare Häuser oder Wohnungen. Kleinere Instandsetzungen könnten mit uns abgerechnet oder von uns veranlasst werden. Schön wären Einheiten (mit mehreren Wohnungen) für 10, gern mehr Personen (bevorzugt Familienverbände). Aber auch kleine Einheiten wären willkommen. Wenn hier nur eine kleine Familie mit drei oder vier Personen unterkäme, wäre das schon eine große Hilfe – und es würde ein Signal gesetzt.
 
Wenn Sie uns eine Unterkunft / Unterkünfte für Flüchtlinge und Asylbewerber anbieten (oder vermitteln) können, teilen Sie uns das doch bitte einstweilen per E-Mail mit (Lage des Objekts, Größe, Ausstattung, Ansprechpartner). Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Herren Baumbach (Telefon 09353 793 1127) oder Reuter (Telefon 09353 793 1147) bzw. Frau Winheim (09353 793 1130). Bitte haben Sie Verständnis, wenn sich wegen Außendienstes (z. B. Besichtigung möglicher Unterkünfte) der Anrufbeantworter melden sollte.

(Aus dem Schreiben vom Landratsamt Main-Spessart vom 11.09.2015)

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